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Erläuterungstext Strukturkonzept "Großzügiges Wohnen" in Wedel Maysack-Sommerfeld Stadtplanung |
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Ausgangssituation Vier Grundstückseigentümer
verfügen am Ortsausgang der Stadt Wedel Richtung Holm zusammen über
eine etwa 6,5 ha große Fläche. Das Gelände liegt westlich der
Holmer Straße (B 431) und nördlich des Wohngebietes an
der Hatzburgtwiete und deren Seitenstraßen. Das Gebiet wird
heute zum größten Teil baumschulerisch genutzt. Im südlichen
Teil befindet sich eine Gartenbaucenter mit Anzucht- und
Ausstellungsflächen. Im Westen liegen einzelne, in Gehölz- und
Baumbestände eingebundene Wohngebäude. Zwei Privatwege binden
diese Bebauung an die Holmer Straße an. Der südliche, alleeartig
ausgebildete Weg grenzt direkt an das Wohngebiet „Hatzburgtwiete“.
Der nördliche Weg wird von einer imposanten Buchenhecke gesäumt. Im Einklang mit
den Zielvorstellungen des Leitbilds der Stadt Wedel (Entwurf)
wollen die vier Eigentümer ihre Grundstücke für den Bau von
Einfamilienhäusern zur Verfügung stellen. Nach den
Vorstellungen der Eigentümer soll ein neue Wohngebiet entwickelt
werden, das dem Charakter der Stadt Wedel als grünem, naturnahem
Raum an Elbe, Au und Klövensteen gerecht wird. Ihr Anliegen ist
es, die Struktur der Umgebung aufzugreifen und eine weitläufige
offene Bebauung zu gestalten. Entstehen soll ein naturnahes, auf
die Landschaft bezogenes Wohngebiet in attraktiver Lage mit -
gemessen an heutigen Maßstäben -
großzügig geschnittenen Grundstücken. Das Gelände des
Gartenbaucenters wird voraussichtlich erst in etwa 8 – 10 Jahren
komplett für eine Umnutzung zur Verfügung stehen. Dem Gelände
kommt jedoch langfristig die Funktion eines Bindegliedes zwischen
„alter“ und „neuer“ Wohnbebauung zu. Aus diesem Grund
wurde es in das Planungskonzept mit einbezogen. Planungsvorschlag Mit Rücksicht
auf die Wohnruhe vor allem der Alt-Anlieger und absehbar
unterschiedliche Realisierungszeiträume sollen der größere nördliche
Teil und der deutlich kleinere südliche Teil unabhängig
voneinander für den Kfz-Verkehr erschlossen werden. Durchgängige
Fuß- und Radwege verbinden jedoch das Gebiet mit dem Wohngebiet
an der Hatzburgtwiete im Süden und der freien Landschaft im
Norden. Die Hauptzufahrt
in das Wohngebiet erfolgt dort, wo jetzt der nördliche Privatweg
in die Holmer Straße einmündet. Ein Linksabbieger erleichtert
das Abbiegen und vermeidet Beeinträchtigungen des fließenden
Verkehrs auf der Bundesstraße. Die acht Bauplätze
im südlichen Teil des Plangebietes werden über den vorhandenen
Privatweg an die Holmer Straße angebunden. Dafür entfallen zu
gegebener Zeit die Zufahrten zum Gartencenter und das damit
verbundene Verkehrsaufkommen. Zurückhaltend
dimensionierte Wohnwege erschließen das Wohngebiet. Geschwungene
Wegeführungen betonen zusätzlich das gewünschte ländliche
Ambiente. Plätze bieten Raum für nachbarschaftliche
Kommunikation und Kinderspiel. Grundstückszufahrten
direkt zur Holmer Straße sind nicht vorgesehen, deshalb wird
durchweg auch die 1. Baureihe an der Holmer Straße über
einen rückwärtigen Wohnweg angebunden. Einfamilienhäuser auf unterschiedlich großen Grundstücken (ca. 600 – 1.200 m2) kommen dem Wunsch vieler Familien nach einem Grundstück in ruhiger und naturnaher Umgebung nach. Trotzdem muss nicht auf die Zentralität des Wohnortes verzichtet werden. Möglich sind
etwa 46 Bauplätze. Anspruchsvolle
Wohnbebauung und Erschließung bieten ein attraktives und ländlich
geprägtes Umfeld und stärken auf diese Weise die Qualität der
Umgebung. Der Bereich bietet einen Raum, der frei ist von übermäßigem
Verkehrsaufkommen und den damit verbunden Nachteilen sowie
Gefahren für Kinder. Ein großzügig
bemessener Grünbereich bildet das Herzstück des neuen
Wohngebietes. In naturnah gestalteten Teichen und wechselfeuchten
Überflutungsbereichen kann das Niederschlagswasser zurückgehalten,
gedrosselt abgeleitet oder auch versickert werden. Inmitten des
Wohngebietes entstehen wertvolle Lebensräume für die Pflanzen-
und Tierwelt. Vorhandene
Hecken und Gehölze bleiben größtenteils erhalten. Diese
strukturbildenden Elemente betonen den ländlichen Charakter der
Bebauung. Der Bestand wird ergänzt durch neue Bäume und Hecken
im Baugebiet selbst. Ein Lärmschutzwall schirmt das Wohngebiet von der stark befahrenen Holmer Straße ab. Auch der Lärmschutzwall wird mit Sträuchern und Bäumen begrünt und so in das Orts- und Landschaftsbild eingebunden. In späteren Planungsphasen wird noch zu prüfen sein, ob auch die bereits bebauten Grundstücke an der Holmer Straße in den räumlichen Schallschutz einbezogen werden können. Ausblick An der Holmer
Straße kann ein attraktives Wohngebiet entstehen, sobald hierfür
die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind.
Erforderlich wird eine entsprechende vorbereitende und
verbindliche Bauleitplanung der Stadt Wedel. Die Übereinstimmung
der städtischen Planung mit den Zielen der Raumordnung- und
Landesplanung muss ebenfalls gewährleistet werden.
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